kurrent / nicht kurrent

In der Gregorianik beziehen sich die Begriffe kurrent bzw. nicht kurrent auf das Tempo der gesungenen Töne bzw. Tongruppen, das mittels den adiastematischen Neumen (wie sie im Liber Usualis zu finden sind) oder mit dem Episem als Dehnungszeichen über den Choralneumen angezeigt wird und auf diese Weise den Text des Gesanges inhaltlich betont oder nicht betont: Kurrente Neumen werden kurz und leicht ihrer natürlichen Länge entsprechend gesungen. Nicht kurrente Töne oder Tongruppen werden dahingegen verlangsamt gesungen.



Beliebte Beiträge:

Messgesänge – Überblick

Messgesänge – Überblick

Übersicht zu den liturgischen Gesängen im klassischen römischen Ritus mit Verweisen zu den jeweiligen Noten und Hörbeispielen …
Grundlagen der Gregorianik – Überblick

Grundlagen der Gregorianik

Die wichtigsten Grundlagen der Gregorianik (Neumen & Quadratnotation, Solmisation, Kirchentonarten, Rhythmus & Pausen, Artikulation) …