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Gregorianik - Hymnen & weitere Gesänge

Ave Maria (Gegrüßet, seist Du Maria)

Ein Grundgebet in der christlichen Tradition ist das „Gegrüßet, seist Du Maria“ (lateinisch: „Ave Maria“), das in Ost- und Westkirche gleichermaßen verbreitet ist. Es zählt zu den beliebtesten Gebeten überhaupt.

Was ist das Gegrüßet, seist Du Maria (Ave Maria)?

Beim Ave Maria (deutsch: Gegrüßet seist du Maria), auch Englischer Gruß genannt, handelt es sich um eines der Grundgebete der katholischen Kirche. Ebenfalls kennen auch die orthodoxen Kirchen ein dem Ave Maria entsprechenden Gebet. Das „Gegrüßet, seist du Maria“ ist eines der bekanntesten Mariengebete und zudem Bestandteil des Angelus sowie des Rosenkranzes. Es hat seinen Ursprung bereits im Neuen Testament. In der Westkirche wird es traditionell als „Ave Maria“ bezeichnet, wobei dieser Name von den lateinischen Anfangsworten des Gebets abgeleitet ist. Die Entwicklung des Ave Maria als kirchlichem Gebet geht einher mit der Entstehung des Rosenkranzes ab dem 12./13. Jahrhundert: Es wurde üblich den Gruß des Erzengels Gabriels aus dem Lukasevangelium an den Perlen einer Gebetskette zu sprechen. Im Jahr 1508 wurde dem „Ave Maria“ die Zusatz-Bitte „Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder“ hinzugefügt. Mit dem „Breve Consueverunt“ vom 17. September 1569 erhielt das Ave Maria dann seine heutige Form durch Papst Pius V., der darin auch die heutige Form des Rosenkranzgebets für die ganze Kirche regelte.

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Das „Ave Maria“ als Gregorianischer Choral zum Anhören

Das Gebet setzt sich aus den zwei folgenden Teilen zusammen:

  • Teil 1: Dieser Teil besteht setzt sich aus der Anrede des Erzengels Gabriel bei der Verkündigung des Herrn, auch englischer Gruß genannt, (Lk 1,28) sowie dem prophetischen Willkommensgruß von Elisabeth beim Besuch Marias (Lk 1,42) zusammen. Bereits seit dem 11. Jahrhundert wird dieser Teil im Stundengebet sowie in Andachten gebetet.
  • Teil 2: Die Bitte um den Beistand („jetzt und in der Stunde unseres Todes“) in der Todesstunde wurde von Papst Pius V. 1568 offiziell in den liturgischen Büchern (u.a. im Breviarium Romanum) ergänzt.

Das Ave Maria als Text

Der Gebetstext in der Ostkirche:

Deutsch:

Gottesgebärerin und Jungfrau, freue dich,
hochbegnadete Maria, der Herr ist mit dir.
Gesegnet bist du unter den Frauen,
und gesegnet ist die Frucht deines Leibes,
weil du den Retter unserer Seelen geboren hast.

Griechisch:

Θεοτόκε Παρθένε, χαῖρε,
κεχαριτωμένη Μαρία, ὁ Κύριος μετὰ σοῦ.
εὐλογημένη σὺ ἐν γυναιξί,
καὶ εὐλογημένος ὁ καρπὸς τῆς κοιλίας σου,
ὅτι Σωτῆρα ἔτεκες τῶν ψυχῶν ἡμῶν.


Der Gebetstext in der Westkirche:

Deutsch:

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade,
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder
jetzt und in der Stunde unseres Todes.

Amen.

Latein:

Ave Maria, gratia plena,
Dominus tecum.
Benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Iesus.

Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae.

Amen.

In der deutschen Variante des Ave Maria hieß es früher „Du bist gebenedeit unter den Weibern“.


Quellen:

  • Braun, Joseph: Liturgisches Handlexikon; München ²1924, S. 40.
  • Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. Die Bibel. Studienausgabe. Psalmen und Neues Testament. Ökumenischer Text, Stuttgart 2016.

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