Die Beichte (auch als Bußsakrament oder als Sakrament der Vergebung oder Versöhnung bezeichnet) ist die einzige ordentliche Form, um Vergebung und Nachlass seiner schweren Sünden zu erlangen, die nach der Taufe begangen wurden. Im Bußsakrament vergibt Jesus Christus dem bekennenden Sünder seine Schuld durch Vermittlung bzw. die Worte des Priesters und wendet ihm die Früchte seines Leidens und seines Todes am Kreuz zu. Katholische Christen sind angehalten mindestens einmal im Jahr das Sakrament der Versöhnung zu empfangen, nämlich in der österlichen Bußzeit zur Vorbereitung auf das wichtigste Fest der Christenheit, dem Osterfest (Feier des Todes und der Auferstehung Jesu). Allerdings empfiehlt sich der Empfang des Bußsakramentes häufiger als nur einmal im Jahr, denn durch regelmäßiges Beichten werden wir auch öfters mit unseren eigenen Unzulänglichkeiten und Fehlern konfrontiert. Auf diese Weise können wir besser im Glauben wachsen und in unserer Persönlichkeit reifen, was uns wiederum der Heiligkeit näher bringt, zu der alle Christen berufen sind. In jeder Beichte wird uns die besondere Gnade der Vergebung Gottes aufs Neue geschenkt. Zugleich reduzieren wir mit dem regelmäßigen Empfang des Bußsakramentes die Gefahr, dass unsere Seele bei einem unvorhergesehen Tod – aufgrund angehäufter und nicht gebeichteter Sünden – verloren geht und am Ende womöglich nicht in den Himmel kommt, sondern stattdessen der ewigen Verdammnis anheimfällt.