Buße
„Attende domine“ als Gesang zum Anhören
Innere und äußere Buße
Die Buße verfügt über zwei wesentliche Aspekte:
- Einerseits die innere Buße (Bußgesinnung), die eine innere Abkehr von unseren Sünden und einen festen Entschluss zur Neuausrichtung des ganzen Lebens beinhalten muss.
- Andererseits bedarf es der äußeren Buße (Bußwerke), bei der die innere Haltung mittels sichtbaren Handlungen und Werke (z.B. Fasten und Gebet) zum Ausdruck kommt.
Die Buße gehört somit zu den christlichen Grundhaltungen und wird durch unterschiedliche Formen zum Ausdruck gebracht wie Gebet, Fasten und Verzicht, Werke der Nächstenliebe sowie in der Versöhnung mit den Mitmenschen. Seinen besonderen Ausdruck bekommt die Buße im Sakrament der Beichte, nach dessen Empfang wir uns der Vergebung Gottes gewiss sein können, sofern wir Einsicht und Reue zeigen, keine Sünde verschweigen und den aufgetragenen Bußakt zur Genugtuung verrichten. Das Bußsakrament wurde durch Christus für alle sündigen Glieder seiner Kirche eingesetzt und biete ihnen eine neue Möglichkeit, sich zu bekehren und die Gnade der Rechtfertigung wieder zu erlangen.
Besonders in der 40-tägigen österlichen Fasten- und Bußzeit, die als Vorbereitung auf das Fest der Auferstehung (Ostern) dient, sollen wir uns unserer Sünden und Vergänglichkeit bewusst werden. Ebenfalls gilt auch die Adventszeit als Bußzeit.
Im Laufe der Zeit haben sich auch spezielle Bußgebete entwickelt. Besonders die sieben Bußpsalmen im Alten Testament zeugen bereits vom Bewusstsein der menschlichen Schuld seit alter Zeit.
