Christi Himmelfahrt
Inhaltsverzeichnis
Was ist Christi Himmelfahrt?
Genau 40 Tage nach Ostern begeht die Kirche alljährlich das Hochfest Christi Himmelfahrt, an dem in besonderer Weise der Himmelfahrt Jesu Christi nach seiner Auferstehung gedacht wird, von der in der Apostelgeschichte geschrieben steht (siehe Apg 1, 1-11). Dort wird berichtet wie der auferstandene Jesus, nachdem er zuvor 40 Tage lang verschiedenen Menschen erschienen war, den Augen der Jünger plötzlich entschwunden ist. Der Termin des Festes variiert jährlich, da er sich am Osterfest orientiert und kann frühstens auf den 30. April oder spätestens auf den 3. Juni fallen. Das Fest wurde auf dem Konzil von Nizäa (325 n. Chr.) als eigenständiges Hochfest eingeführt.
Introitus „Viri Galilæi“ zu Christi Himmelfahrt als Gesang zum Anhören
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für Christi Himmelfahrt
Die folgenden Propriumsgesänge werden zur Vigil von Christi Himmelfahrt (2. Klasse) bzw. zum Hochfest Christi Himmelfahrt (1. Klasse) von der Schola gesungen:
– Vigil von Christi Himmelfahrt (In Vigilia Ascensionis (Missa ‚Vocem jucunditatis‘)) –
– Christi Himmelfahrt (In Ascensione Domini (Missa ‚Viri Galilæi‘)) –
Liturgische Besonderheiten
Traditionell wird in der Liturgie an Christi Himmelfahrt die Osterkerze mancherorts nach dem Evangelium ausgelöscht, um auf diese Weise die Auffahrt Christi von der Erde in den Himmel besonders zu verdeutlichen.
Brauchtum & Traditionen zu Christi Himmelfahrt
Dem Fest Christi Himmelfahrt gehen traditionell Bittprozessionen voraus, um den Segen Gottes für eine gute Ernte zu erflehen. Ihre Herkunft haben diese Flurprozessionen wohl in der heidnischen Antike und wurden im 5. Jahrhundert durch Bischof Mamertus ins kirchliche Brauchtum übernommen. Nach der großen Markusprozession („litania maior“ → „große Litaneien“) am 25. April werden diese Prozessionen in der Woche von Christi Himmelfahrt und insbesondere in den drei Tagen vor dem Hochfest abgehalten. Deshalb wird die Woche im Volksmund oft auch als Betwoche, Bittwoche oder Kreuzwoche bezeichnet. Die liturgische Bezeichnung für diese Bittgänge ist „rogationes“ (von lat. „rogare“ → „bitten“, „flehen“) bzw. „litaniae minores“ („kleine Litaneien“), weil ein wichtiger Teil des Bittgebetes die Allerheiligenlitanei ist.
