Christmette
Was ist die Christmette?
Bei der Christmette handelt es sich ursprünglich um das in der Heiligen Nacht (Nacht vom 24. auf den 25. Dezember) gesungene nächtliche Stundengebet (Matutin und Laudes) der Kirche, das mit der ersten heiligen Messe des Weihnachtsfestes („missa in nocte“ → zu deutsch: „Messe in der Nacht“) verschmolz. Diese Feier wurde seit dem 5. Jahrhundert nach der Matutin begangen. Die Bezeichnung „Mette“ kommt vom lateinischen Begriff „hora matutina“ (zu deutsch: „morgendliche Stunde“). Die Christmette ist in der traditionellen römischen Liturgie als „Messe in der Nacht“ („missa in nocte“) die erste der drei Messen des Weihnachtsfestes. Danach folgt die Hirtenmesse („missa in aurora“ → „Messe bei der Morgenröte“) sowie die Messe am Tag („missa in die“). Neben der Feier der Osternacht (Ostervigil) und der Pfingstvigil (bis 1955) gehört die Christmette als „Weihnachtsvigil“ zu den großen nächtlichen Feiern im Kirchenjahr. Die Christmette wird auch Engelamt genannt, weil das Evangelium mit dem Jubelgesang der Engel („Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden“) bei der Geburt Jesu (Lk 2,13f.) schließt.
Der Hymnus „Puer natus in Bethlehem“ als Gregorianischer Choral zum Anhören
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für die 1. Messe – Mitternacht (Christmette)
Die folgenden Propriumsgesänge werden zur Christmette (1. Klasse) von der Schola gesungen:
– In Nativitate Domini ad primum Missam in nocte (Missa ‚Dominus dixit‘) –
Quellen:
- Artikel „Christmette: Ursprung, Rituale und Bedeutung der „Weihnachtsmesse“ schlechthin“; In: CNA Deutsch, URL: https://de.catholicnewsagency.com/news/18071/christmette-ursprung-rituale-und-bedeutung-der-weihnachtsmesse-schlechthin (abgerufen am 29.12.2024)
- Braun, Joseph: Liturgisches Handlexikon; München ²1924, S. 90.
