Epiphanie / Heilige Drei Könige
Inhaltsverzeichnis
Was ist der Dreikönigstag?
Am 6. Januar begeht die Kirche alljährlich das Hochfest der Erscheinung des Herrn (auch Epiphanie oder Heilige Drei Könige genannt). An diesem Tag gedenkt die Kirche besonders dem Ankommen der drei Weisen aus dem Morgenland an der Krippe, um dem menschgewordenen Gott zu huldigen. Sie folgten dem Stern, der ihnen den Weg zur Krippe zeigte, und sie brachten dem neu geborenen Messias Gold, Weihrauch und Myrrhe als Geschenk mit. An diesem Tag ziehen als Sternsinger verkleidete Kinder durch die Straßen und segnen Häuser und Wohnungen mit den Worten „Christus Mansionem Benedicat“ („Christus segne jenes Haus“). Etwa seit dem 9. Jahrhundert werden die Heiligen Drei Könige mit den Namen Caspar, Melchior und Balthasar bezeichnet.
Der Introitus „Ecce advenit Dominus“ als Gesang zum Anhören.
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für Epiphanie
Die folgenden Propriumsgesänge werden am Hochfest Erscheinung des Herrn (1. Klasse) von der Schola gesungen:
– In Epiphania Domini (Missa ‚Ecce advenit‘) –
Liturgische Besonderheit: Weihe von Dreikönigswasser & Dreikönigssalz
In Erinnerung an die Taufe Jesu im Jordan wird zum Fest der Erscheinung des Herrn feierlich Wasser und Salz geweiht. Nach alter Tradition wird die Weihe am Vigiltag vor Dreikönige vorgenommen. Der Brauch der Wasserweihe lässt sich bereits seit dem 4. Jahrhundert in Ägypten und Israel bezeugen, wobei er dann im 11. Jahrhundert auch in der römischen Kirche Einzug hielt und hier mit der Salzweihe kombiniert wurde.
Das Wasser gilt aufgrund der umfangreichen Segnungen (inkl. Exorzismen) als stärkstes Weihwasser und soll dem Volksglauben nach u.a. vor bösen Geistern schützen und die Gesundheit stärken. Gleiches gilt für das Dreikönigssalz, dass man zudem als Schutz von Haus und Hof vor Unwetter und Dämonen vor Fenster, Türen und ins Herdfeuer streute.
Brauchtum: Haussegnung
Ab etwa dem 15. Jahrhundert ist es im deutschsprachigen Raum üblich am 6. Januar die Häuser zum Schutz vor bösen Geistern zu segnen. Es wurde üblich ein Kreuz auf die Türen zu zeichnen. Daraus entwickelte sich die heute gängige Form der traditionellen Haussegnung, die am Dreikönigstag zumeist von den Sternsingern vorgenommen wird. Diese ziehen von Haus zu Haus und malen mit gesegneter Kreide folgende Segensformel an die Eingangstüren:
20 * C + M + B * 20
oder:
20 C + M + B 20
Hierzu wird das folgende Gebet gesprochen:
Christus segne dieses Haus / Wohnung und alle, die darin wohnen. Er lasse uns im Jahr 2020 in Frieden leben! Amen.
In manchen Regionen Europas ist es dabei Brauch, dass die Sternensinger beim Segnen der Haustüren den Bewohnern auch drei Weihrauchkörner als Erinnerung an die Gaben der heiligen drei Könige überreichen. Früher war es zudem ritueller Brauch am Vortag (Vigiltag) dieses Festes Gold, Weihrauch und Myrrhe vom Priester weihen zu lassen.
