Heiliger Alfons Maria von Liguori
Wer war der hl. Alfons Maria von Liguori?
Alfonso Maria de’ Liguori (lat. Alphonsus Maria de Ligorio) wurde am 27. September 1696 in Marianella (Stadteil von Neapel) als Kin adeliger Eltern geboren. Bereits im Alter von 16 Jahren machte er im Jahr 1713 seinen Abschluss als Doktor beider Rechte. Als er 1723 einen wichtigen Prozess als Anwalt verlor, begann er in sich zu gehen und vollzog einen am 28. August desselben radikalen Lebenswandel: Alfons legte den Degen als Zeichen seines Adelsstandes ab und begann ein Theologiestudium. Am 21. Dezember 1726 wurde zum Priester und kümmerte sich ab diesem Zeitpunkt besonders um die in Not geratenen Menschen (besonders um Jugendliche) der ärmsten Stadtviertel von Neapel, wo er sich durch Gründung der „Abendkapellen“ – Zusammenkünfte des Gebets, der Katechese und des gemeinschaftlichen Lebens – ein breites Apostolat entfaltete. Nach einer Marienerscheinung, verließ Alfons im November 1732 Neapel und gründete schließlich die Kongregation des heiligsten Erlösers (Redemptoristen), um auf die Volksmission in größerem Umfang durchführen zu können. In den folgenden Jahren war er als Wanderprediger und Mission im Königreich Neapel und dem Kirchenstaat unterwegs. Ab 1762 begann er mit dem Verfassen seines Hauptwerkes „Theologia moralis“ und wurde durch Papst Clemens XIII. zum Bischof von S. Agata dei Goti (bei Neapel) ernannt. Aufgrund einer schmerzhaften Arthritis, musste der Leitung der Diözese 1775 abgeben und lebte bis zu seinem Tod am 1. August 1787 in Pagano (Salerno) im Haus seines Institutes.
Mit seinen theologischen Schriften hat Alfons Maria von Liguori besonders die katholische Moraltheologie beeinflusst. Er lehnte den moralischem Rigorismus ab und insistierte stärker auf eine Theologie der göttlichen Barmherzigkeit.
Alfons Maria von Liguori wurde am 15. September 1816 durch Papst Pius VII. selig und schließlich am 29. Mai 1839 durch Papst Gregor XVI. heilig gesprochen. Am 23. März 1871 erhob ihn Papst Pius IX. zum Kirchenlehrer und Papst Pius XII. ernannte ihn am 26. April 1950 zum offizielle Schutzpatron aller Moraltheologen und Beichtväter. Zudem wird er als Schutzpatron der Berufungen verehrt. Seinen Gedenktag begeht die Kirche alljährlich am 2. August (im außerordentlichen Ritus am 1. August).
Das Graduale „Spiritus Domini super me“ als Gregorianischer Choral zum Anhören.
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für den Gedenktag des Hl. Alfons Maria von Liguori
Die folgenden Propriumsgesänge werden am Gedenktag des Hl. Alfons Maria von Liguori (3. Klasse) von der Schola gesungen:
– 2. August: Hl. Alfons Maria von Liguori – Missa ‚Spiritus Domini‘ –
Quellen:
- Artikel „Alfons Maria von Liguori“; In: Ökumenisches Heiligenlexikon, URL: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienA/Alonso_Maria_di_Liguori.htm (abgerufen am 09.09.2024)
- Artikel „Alfons Maria von Liguori“; In: Kathpedia. Die freie katholische Enzyklopädie, URL: https://www.kathpedia.com/index.php/Alfons_Maria_von_Liguori (abgerufen am 09.09.2024)
- Hl. Alfons Maria von Liguori (1696-1787). Patron der Beichtväter und Moraltheologen; In: kath-zdw.ch, URL: https://kath-zdw.ch/maria/Liguori.html (abgerufen am 09.09.2024)
