Heiliger Ignatius von Loyola / Exerzitien
Inhaltsverzeichnis
Wer war der hl. Ignatius von Loyola?
Im Jahr 1622 wurde Ignatius durch Papst Gregor XV. (1554-1623) heiliggesprochen. Seinen Gedenktag begeht die Kirche alljährlich am 31. Juli. In der Ikonographie wird Ignatius von Loyola häufig mit dem IHS-Zeichen, drei Nägeln, einem flammenden Herz, einem Drache oder einer Weltkugel dargestellt. Er wird als Patron der Soldaten verehrt und gegen Zauberei, Fieber, Pest und Cholera angerufen.
Der Introitus „In nomine Jesu“ als gregorianischer Choral zum Anhören
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für das Fest des Hl. Ignatius
Die folgenden Propriumsgesänge werden am Fest des Hl. Ignatius von Loyola (3. Klasse) von der Schola gesungen:
– 31. Juli: Fest des Hl. Ignatius von Loyola Missa – ‚In nomine Jesu‘ –
Was sind die Ignatianischen Exerzitien?
Bei den Exerzitien bzw. geistlichen Übungen (lat. „exercitia spiritualia“) handelt es sich um eine vom heiligen Ignatius von Loyola erfundene Methode zur Unterscheidung der Geister, Gebet und Kontemplation, die unter Führung eines geeigneten Exerzitienmeisters durchgeführt werden sollte. Das gleichnamige Exerzitienbuch enthält dazu geeignete Anleitungen für eine Zeit von vier Wochen. Die Exerzitien sollen dem Gläubigen dabei helfen Klarheit über die eigene Berufung zu erlangen sowie den Glauben und die Nachfolge Christi fördern. Sie bilden dabei einen unmittelbaren Dialog zwischen Gott und Mensch.
Wie sind die Exerzitien aufgebaut?
Die Exerzitien dauern in ihrer vollständigen Form insgesamt vier Wochen und widmen sich nacheinander folgenden Themen:
- 1. Woche: Bewusstmachen seiner eigenen Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit
- 2. Woche: Betrachtung der Menschwerdung Gottes anhand des Lebens Jesu
- 3. Woche: Betrachtung des Leidens und Sterbens Jesu
- 4. Woche: Betrachtung der Auferstehung und Himmelfahrt Jesu
In der ersten und zweiten Woche erklärt Ignatius dem Gläubigen zudem, wie er die guten und bösen Geister unterscheiden lernt. Begleitend zu den Geistlichen Übung wir die tägliche Teilnahme an der hl. Messe gefordert sowie zwei kürzeren Zeiten der Gewissenserforschung und eine 4-5 stündige Betrachtung der Evangelien. Während der Exerzitien wird geschwiegen. Der die Exerzitien Übende soll dabei im selbstständigen Meditieren des Wortes Gottes in seinem geistlichen Leben voranschreiten.
Im Laufe der Zeit haben sich etliche unterschiedlichen Formen der Exerzitien herausgebildet wie u.a. Exerzitien im Alltag, Wanderexerzitien, Wüstenexerzitien, Kurzexerzitien etc.
Quellen:
- Artikel „Ignatius von Loyola“; In: Ökumenisches Heiligenlexikon, URL: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienI/Ignatius_von_Loyola.htm (abgerufen am 16.09.2024)
- Artikel „Ignatius von Loyola“; In: Kathpedia – Die freie katholische Enzyklopädie, URL: https://www.kathpedia.de/index.php?title=Ignatius_von_Loyola (abgerufen am 16.09.2024)
