Heiliger Josef von Nazareth
Inhaltsverzeichnis
Wer war der hl. Josef?
In der Ikonographie wird Josef häufig mit dem Attributen des Wanderstabs, manchmal auch mit blühendem Stock, einem Winkelmaß oder einem anderen Werkzeug dargestellt. Josef wird traditionell als Patron der Arbeiter, Handwerker, Zimmerleute, Familien, Kinder, Jugendlichen, Erzieher, Holzfäller, Tischler und Ingenieure verehrt. Ebenfalls wird er als Schutzheiliger bei Wohnungsnot, Versuchungen, verzweifelten Lagen sowie für einen friedlichen Tod angerufen. Erst um das Jahr 850 wurde Josef heilig gesprochen. Im Jahr 1870 ernannte Papst Pius IX. Josef zum Patron der ganzen katholischen Kirche. Seinen Gedenktag begeht die Kirche alljährlich am 19. März mit einem Hochfest (Josefstag).
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für das Hochfest des Hl. Josef
Die folgenden Propriumsgesänge werden am Hochfest des Hl. Josef (1. Klasse) von der Schola gesungen:
– 19. März: Hl. Josef, Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria (Sancti Joseph Sponsi Beatæ Mariæ Virginis (Missa ‚Iustus ut palma‘)) –
Wenn der 19. März auf einen Fastensonntag fällt, so wird das Fest am folgenden Tag gefeiert. Fällt er hingegen in die Karwoche, so wird das Fest in die Woche nach dem Weißen Sonntag verlegt.
Hymnus: Dich, o Joseph, begrüßt Jubelklang
Der folgende Hymnus wurde von Juan Escollar († 1700) geschrieben und wird traditionell bei der Vesper an den beiden Festen des hl. Josef als Ehemann der seligen Jungfrau Maria (19. März) sowie an Josef der Arbeiter (1. Mai) gebetet bzw. gesungen.
Der Hymnus „Te, Ioseph, celebrent“ als Gregorianischer Choral zum Anhören.
Der Text auf Deutsch und Latein:
Dich, o Joseph, begrüßt Jubelklang im Himmel,
dich preisen alle Chöre der Christen,
welchem reich an Verdienst, einst die Jungfrau
den Brautkranz keuscher Ehe bot.
Als verwundernd du sahst mit der erhabenen Frucht,
Schon gesegnet die Braut; vor Zweifeln bangtest du,
Bis ein Engel dich lehrt, himmlisch empfange sei
Gott der Sohn in des Geistes Kraft.
Trägst in den Armen den Herrn, schützend als Kind,
zu Ägyptens Ufer geleitet auf harter Flucht,
Als in Salem verloren, du ihn suchtest und fandest,
Von Freuden und Leiden gemischt.
Selig, dessen Tod mit frommen Sterben gekrönt wird,
wenn nach vollem Verdienst der Palmenkranz winkt;
Dich, o seligstes Los, lebend beglückte schon
Gleich den Himmlischen, Gott zu schaun.
Erhöre uns, o allerhöchste Dreifaltigkeit,
durch Joseph, ins Himmelreich einzugehen;
Bis wir Dir endlich pausenlos dankbar
unseren Lobgesang hervorbringen können.
Amen.
Te, Ioseph, celebrent agmina cælitum,
Te cuncti resonent christiadum chori,
Qui clarus mentis, iunctus es inclitæ
Casto foedere Virgini.
Almo cum tumidam germine coniugem
Admirans, dubio tangeris anxius.
Afflatu superi Flaminis Angelus
Conceptum puerum docet.
Tu natum Dominum stringis, ad exteras
Aegypti profugum tu sequeris plagas;
Amissum Solymis quaeris, et invenis,
Miscens gaudia fletibus.
Post mortem reliquos mors pia consecrat,
Palmamque emeritos gloria suscipit:
Tu vivens, Superis par, frueris Deo,
Mira sorte beatior.
Nobis, summa Trias, parce precantibus,
Da Ioseph meritis sidera scandere:
Ut tandem liceat nos tibi perpetim
Gratum promere canticum.
Amen.
Quellen:
- Gebet zum heiligen Josef, in: www.st-josef.at; URL: https://www.stjosef.at/dokumente/josefgeb.htm (abgerufen am 19.03.2019)
- Gebets-Sammlung, in: www.fatherspeaks.net, URL: https://www.fatherspeaks.net/prayer_collection_de.htm#Ad%20te,%20beate%20Josef (abgerufen am 19.03.2019)
- Weigl, A.M.: Aus dem Gebetsschatz der heiligen Kirche; Altötting ¹⁷1991, S. 296.
