Hl. Marguerite Marie Alacoque
Wer war die hl. Marguerite Marie Alacoque?
Margareta Maria bzw. Marguerite-Marie wurde am 22. Juli 1647 in Verosvres bei Mâcon (Frankreich) als fünftes von sieben Kindern des Notars Claude Alacoque geboren. Im Alter von zehn Jahren wurde sie von einer Lähmung befallen, die sie etwa vier Jahre an das Krankenbett fesselte. Auf wunderbare Weise wurde sie gesund, nachdem sie der Gottesmutter versprochen hatte ins Kloster einzutreten. Am 20. Juni 1671 trat Margareta Maria dann im Alter von 24 Jahren in den Orden von der Heimsuchung Mariens (Salesianerinnen) in Paray-le-Monial ein, wo sie am 25. August 1671 eingekleidet wurde und am 25. August 1672 die feierliche Profess ablegte. Ihre Visionen, die sie schon seit der Kindheit hatte, häuften nach nach ihrem Klostereintritt. Ihre Mitschwestern hielten sie für geisteskrank oder besessen. Ab 1673 hatte Margareta Maria vier Visionen innerhalb von eineinhalb Jahren, in denen ihr Jesus erschien und sie mit beauftragte die Verehrung des Herzens Jesu bekannt zu machen, die besonders an jedem ersten Freitag des Monats sowie am zweiten Freitag nach dem Fronleichnamsfest gepflegt werden solle. Der später ebenfalls heilig gesprochene Jesuitenpater Claude La Colombière, ihr Beichtvater und Seelenführer, glaubte ihr und begann sie zu unterstützen. Bis etwa 1684 hatte sie im Kloster viele Demütigungen zu ertragen. Nach einer Vision am Abend des 20. November 1677, in der ihr die Gottesmutter Maria auftrug sich öffentlich vor der Klostergemeinschaft als Sühnopfer für ihre Mitschwestern zu erklären, wurde sie von diesen sogar einmal verprügelt. Ihr wurde zudem der Vorwurf gemacht sich mit ihren häufigen Krankheiten vor der Gemeinschaftsarbeit zu drücken. Die Situation Margareta Maria besserte sich erst, als Refektorium des Kloster Schriften von Pater La Colombière zur Herz-Jesu-Verehrung vorgelesen wurden und die Jesuiten begannen die Herz-Jesu-Andacht zu verbreiten. Im Jahr 1684 wurde sie von der neuen Oberen zu deren Assistentin und 1685 sogar zur Novizenmeisterin ernannt. Am 22. Juli 1685, ihrem Geburtstag, fand im Kloster schließlich die allererste Herz-Jesu-Andacht statt.
Am 17. Oktober 1690 verstarb Margareta Maria in Paray-le-Monial im Alter von 43 Jahren (Frankreich) und dort in der Herz-Jesu-Kapelle des Heimsuchungsklosters beigesetzt. Papst Pius IX. sprach sie am 18. September 1864 selig und Papst Benedikt XV. am 13. Mai 1920 schließlich heilig. Ihren Gedenktag begeht die Kirche alljährlich am 17. Oktober. Im Jahr 1856 wurde das Herz-Jesu-Fest von Papst Pius IX. offiziell weltweit eingeführt und auf den zweiten Freitag nach Fronleichnam bzw. den dritten Freitag nach Pfingsten (zwischen dem 29. Mai und 2. Juli) gelegt. Die heilige Margareta Maria Alacoque wird als Schutzpatronin der Waisen und der an Kinderlähmung Erkrankten verehrt. In der Ikonographie wird sie häufig zusammen mit Jesus dargestellt, der ihr sein Herz offenbart.
Herz-Jesu-Litanei
Die „Herz-Jesu-Litanei“ als Gregorianischer Choral zum Anhören
Den Text der Litanei in deutscher und lateinischer Sprache finden sich in folgendem Beitrag: Herz-Jesu-Litanei
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für den Fest der Hl. Margareta Maria Alacoque
Die folgenden Propriumsgesänge werden am Gedenktag der Hl. Margareta Maria Alacoque (3. Klasse) von der Schola gesungen:
– Missa ‚Sub umbra illius‘ –
Quellen:
- Artikel „Margareta Maria Alacoque“; In: Ökumenisches Heiligenlexikon, URL: https://www.heiligenlexikon.de/BiographienM/Margareta_Maria_Alacoque.html (abgerufen am 28.03.2025)
