Hl. Theresa von Avila
Wer war die hl. Theresa von Ávila?
Teresa von Ávila wurde am 28. März 1515 als Tochter eines jüdischen Geschäftsmannes geboren. Ihr Geburtsname war Teresa Sánchez de Cepeda y Ahumada. Gegen den Willen ihres Vaters tritt sie 1535 in den Karmel „Unsere Frau von der Menschwerdung“ in Avila ein und wird am 2. November 1536 eingekleidet. Am 15 August 1539 fällt sie in einen viertägiges Koma und benötigt viele Monate um sich davon zu erholen. Lange Zeit danach war sie noch gelähmt, in der sie mehrere mystische Erlebnisse und Visionen hatte. Diese Erfahrungen mündeten im Jahr 1554 am Bild der Geißelung in einer zweiten Bekehrung. Am 24. August 1562 gründete Theresa das erste Kloster der unbeschuhten Karmelitinnen (Teresianische Karmel), einem reformierten Karmelitinnenkloster. Ihr Anliegen war es zur ursprünglichen Strenge der Ordensregel mit Armut und Klausur zurückzukehren. Einen männlichen Mitstreiter fand Teresa 1563 in Johannes vom Kreuz, der 1568 ein erstes Kloster für den männlichen Zweig des Karmelitenordens gründete. Dabei hatte Teresa auch mit Anfeindungen (besonders durch die Ordensleitung) zu kämpfen und wurde bei der spanischen Inquisition denunziert, was ein zwischenzeitliches Bücherverbot zur Folge hatte. In den darauffolgenden Jahren gründete sie eine Reihe weiterer Klöster. Allerdings wurden die unbeschuhten Karmelitinnen erst 1593, also einige Jahre nach ihrem Tod, zu einem eigenständigen Orden. Im Jahr 1571 Teresa wurde Teresa Priorin im Kloster der Menschwerdung.
Im Jahr 1580 erkrankte Theresa an einem uterinen Karzinomund und starb schließlich am 4. Oktober 1582 in Alba de Tormes Teresas. Teresa von Avila hinterließ zahlreiche Schriften und Briefe, wobei besonders ihre Autobiographie sowie die Bücher „Weg der Vollkommenheit“ und „Seelenburg“ hervorzuheben sind.
Schon am 24. April 1614 wurde Theresa selig und am 12. März 1622 durch Papst Gregor XV. heiliggesprochen. Zudem wurde sie 1627 zur Patronin von Spanien, 1944 von Papst Pius XII. zur Patronin der Schachspieler, am 18. September 1965 durch Papst Paul VI. zur Patronin der spanischen Schriftsteller und 1970 zur Kirchenlehrerin erhoben. Ihren Gedenktag begeht die Kirche alljährlich am 15. Oktober. In der Ikonographie wird Theresa mit Buch, Herz mit Inschrift IHS, Engel, Pfeil, Taube oder Dornen als Attributen dargestellt. Sie wird auch als Patronin der Bortenmacher verehrt sowie in geistlichen Nöten, für inneres Gebet sowie bei Kopf- und Herzleiden angerufen.
Der Introitus „Dilexisti“ als Gregorianischer Choral zum Anhören.
Proprium (Wechselnde Messgesänge) für den Fest der Hl. Theresia von Avila
Die folgenden Propriumsgesänge werden am Gedenktag der Hl. Theresia von Avila (3. Klasse) von der Schola gesungen:
