Als Kommunion bzw. heilige Kommunion wird die Spendung sowie der Empfang der in der Eucharistiefeier (zweiter Teil der hl. Messe) gewandelten Gaben von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi bezeichnet. Nach dem Empfang dieser heiligen Speise – wobei dieser nach kirchlicher Tradition aufgrund von Demut und Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten kniend und direkt vom Priester in den Mund erfolgt (siehe Bild) – ist es üblich ein persönliches Gebet entweder mit eigenen Worten oder aus dem Gebetsschatz der Kirche zu sprechen. Um dieses Sakrament würdig zu empfangen, sollten wir vorher unsere Sünden aufrichtig bereut und gebeichtet haben, denn der hl. Apostel Paulus schreibt: „Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.“ (1 Kor 11,27-28). Ebenfalls gilt vor Empfang des Sakramentes die eucharistische Nüchternheit, also sich wenigstens eine Stunde vor der heiligen Kommunion aller Speisen und Getränke mit alleiniger Ausnahme von Wasser und Arznei zu enthalten (vor 1964 waren es drei Stunden). Wer nicht innerlich für den Empfang des Sakramentes disponiert ist, hat jedoch die Möglichkeit die geistliche Kommunion zu empfangen.