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Gregorianik - Hymnen & weitere Gesänge

Rorate / Roratemesse

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Inhaltsverzeichnis

  • Was bedeutet Rorate?
  • Was ist die Rorate-Messe?
  • Proprium (Wechselnde Messgesänge) für die Rorate-Messe
  • Wechselgesang Rorate, cæli
Rorate bezeichnet den Beginn (das Incipit) unterschiedlicher liturgischer Gesänge in der Adventszeit. Außerdem wird als Roratemesse die frühmorgens vor Sonnenaufgang gefeierte Votivmesse zur Ehre der Muttergottes im Advent betitelt.

Was bedeutet Rorate?

Der Begriff „Rorate“ (zu deutsch: „Tauet“) leitet sich vom ersten Wort verschiedener liturgischer Gesänge und Gebete der Adventszeit ab, insbesondere vom Anfangsvers („Rorate, cæli, de super“ → „Tauet, ihr Himmel, von oben“) des Introitus (Eingangsgesang) der adventlichen Votivmesse zur Ehre Marias ab.


Was ist die Rorate-Messe?

Im Advent ist es alte Tradition an den Samstagen der Adventszeit (mancherorts aber auch öfters an Werktagen) und besonders am Mittwoch der Adventsquatember sowie an den neun dem Weihnachtsfest vorausgehenden Tagen (17. bis 24. Dezember) Roratemessen zu halten, die auch auch als Engelamt oder Engelmesse bezeichnet werden, weil das Evangelium der Votivmesse die Sendung Gabriels zu Maria (Lk 1,26-38) beinhaltet. Aufgrund der mit ihr verbundenen Verheißungen wird die Roratemesse zudem „Missa aurea“ („goldene Messe“ oder „gulden mehs“) genannt. Es ist alter Brauch die Messe nur bei Kerzenschein in der dunklen Kirche zu feiern. Aus diesem Grund wird die Rorate-Messe traditionell am frühen Morgen gelesen (mittlerweile aber auch oftmals am Abend), wenn es draußen noch dunkel ist. Mancherorts gibt es den Brauch, am Ende der Rorate-Messe nach dem Schlussevangelium dreimal die Antiphon „Ecce, Dominus veniet“ zu singen. Hierzu intoniert der Priester in die Mitte des Altars dreimal diese Antiphon, die von der Gemeinde fortgesetzt wird. Jede Intonation beginnt mit einer höheren Tonhöhe als die vorherige.
Die liturgische Farbe der Rorate-Messe ist weiß, weil sie eine Votivmesse zur Muttergottes ist.


Proprium (Wechselnde Messgesänge) für die Rorate-Messe

Die folgenden Propriumsgesänge werden in der Rorate-Messe (Feierliche Votivmesse zur Ehre der Muttergottes) von der Schola gesungen:

– Marienmesse im Advent (Sancta Maria in Sabbato Tempore Adventus (Missa ‚Rorate coeli‘)) –

Messtexte online

  • Introitus:
    Hörbeispiel: Externer Link zu Videoportal (Psalm hier vom 4. Adventssonntag) ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Rorate cæli –
  • Epistel:
    Hörbeispiel: Fehlt■ Noten: Fehlt■ – Is 7, 10-15 –
  • Graduale:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Tollite portas –
  • Alleluia:
    Hörbeispiel: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Ave Maria –
  • Evangelium:
    Hörbeispiel: Fehlt■ Noten: Fehlt■ – Lk 1, 26-38 –
  • Offertorium:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Ave, Maria –
  • Communio:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Ecce Virgo concipiet –
▶ Die Messgesänge für die Adventszeit mit Noten und Hörbeispielen: Die Adventszeit (Tempus Adventus).

Wechselgesang Rorate, cæli

Der bis heute im Advent sehr beliebte antiphonale Hymnus „Rorate, cæli“ ist im 17. Jahrhundert entstanden und findet sich erstmals im Oratorian Officia Propria (1673). In der Rorate-Messe wird er traditionell vor Beginn der Liturgie gesungen.

Auf YouTube abspielen
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Der Gesang Rorate cæli (Gesang für den Advent) zum Anhören.


Überblick zum Kirchenjahr

Quellen:

  • Braun, Joseph: Liturgisches Handlexikon; München ²1924, S. 300.

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