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Skapulierfest / Hl. Jungfrau vom Berge Karmel

Skapulierfest / Hl. Jungfrau vom Berge Karmel

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Inhaltsverzeichnis

  • Was ist das Skapulierfest?
  • Proprium (Wechselnde Messgesänge) für das Skapulierfest
  • Was ist ein Skapulier
  • Kleine Skapuliere
    • Braunes Skapulier: Unsere liebe Frau vom Berg Karmel
    • Grünes Skapulier
    • Sonstige Skapuliere
    • Skapuliermedaille
Am 16. Juli begeht die Kirche alljährlich den Gedenktag „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“, auch als „Skapulierfest“ bezeichnet.

Was ist das Skapulierfest?

An 16. Juli des Jahres 1251 erschien in Cambridge dem englischen Karmelitenoberen Simon Stock laut Überlieferung die Gottesmutter Maria und übergab ihm ein Skapulier mit den Worten, dass niemand in die Hölle käme, der mit dem Skapulier bekleidet sterbe. Die Kirche erkannte in den darauffolgenden Jahren diese Erscheinung an, sprach Simon Stock heilig und führte schließlich das liturgische „Skapulierfest“ („Fest unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“) ein, dass alljährlich am 16. Juli begangen wird. Der Gedenktag „Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel“ lässt sich erstmals am 17. Juli des Jahres 1386 in englischen Karmelitenklöstern als Eigenfest des Ordens bezeugen. Die vatikanische Ritenkongregation erlaubte 1595 die Feier dieses Gedenktags auch außerhalb des Ordens und Papst Benedikt XIII. dehnte diesen im Jahr 1726 schließlich für die gesamte römische Kirche aus. Im Volksmund wird der Gedenktag auch „Skapulierfest“ genannt und leitet sich vom Skapulier, einem Bestandteil des Ordenshabit, ab.

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Der Introitus „Gaudeamus omnes“ zum Skapulierfest als gregorianischer Gesang zum Anhören.


Proprium (Wechselnde Messgesänge) für das Skapulierfest

Die folgenden Propriumsgesänge werden zum Gedenktag der Hl. Jungfrau vom Berge Karmel (2. Klasse) von der Schola gesungen:

– 16. Juli: Hl. Jungfrau vom Berge Karmel (Missa ‚Gaudeamus omnes‘) –

Messtexte online

  • Introitus:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Gaudeamus omnes –
  • Epistel:
    Hörbeispiel: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Sir 24, 23-31 –
  • Graduale:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel III: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Benedicta et venerabilis –
  • Alleluia:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Per te Dei Genitrix –

In Votivmessen nach dem Sonntag Septuagesima bis Ostern wird statt dem Alleluiavers der Tractus gesungen:

  • Tractus:
    Hörbeispiel: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Gaude, Maria Virgo –

In Votivmessen in der Osterzeit werden anstatt des Graduale die folgenden beiden Alleluia-Verse gesungen:

  • Alleluia I:
    Hörbeispiel: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Virga esse floruit –
  • Alleluia II:
    Hörbeispiel: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Ave Maria –
  • Evangelium:
    Hörbeispiel: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Lk 11, 27-28 –
  • Offertorium:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Recordare, Virgo, Mater –
  • Communio:
    Hörbeispiel I: Externer Link zu Videoportal ■ Hörbeispiel II: Externer Link zu Videoportal ■ Noten: Externer Link zu Noten ■ – Regina mundi –
▶ Die Messgesänge für das Skapulierfest mit Noten und Hörbeispielen finden sich ebenfalls auf folgender Seite: 16. Juli: Hl. Jungfrau vom Berge Karmel (Skapulierfest).

Was ist ein Skapulier

Das Skapulier kommt vom lateinischen Wort „scapularium“ und lässt sich mit „Schulterkleid“ übersetzen. Es wird dabei zwischen zwei verschiedenen Formen von Skapulieren unterschieden:

  • großes Skapulier: Dabei handelt es sich um die eigentliche Form des Skapuliers, nämlich dem Überwurf über die Tunika einer Ordenstracht (besteht aus zwei bis fast zum Boden reichenden Tüchern auf Rücken und Brust). Solche Skapuliere gehören zur vollständigen Ordenstracht der meisten Orden (u.a. Benediktiner, Karmeliten, Franziskaner, Serviten und Dominikaner).
  • kleines Skapulier: Als kleine Skapuliere werden die Skapuliere für Drittorden und für Laien bezeichnet, die eine verkürzte Form des großen Skapuliers sind und die von den Mitgliedern monastischer Orden traditionell zur Nachtruhe getragen werden. Sie bestehen aus zwei Stoff-Vierecken (häufig mit aufgenähtem Herz Jesu oder Mariens) in der Farbe des Habits des jeweiligen Ordens, die mittels zweier Schnüre verbunden sind, wobei die Größe der Stoffstücke variiert. Das Skapulier wird über beide Schultern gehangen, so dass ein Viereck auf der Brust und das andere auf dem Rücken liegt.

Kleine Skapuliere

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich eine umfangreiches Brauchtum um die Skapuliere entwickelt, das sich ausgehend von den Orden bei den gläubigen Laien verbreitet hat und sich seither in der Volksfrömmigkeit einer großen Beliebtheit erfreut.


Braunes Skapulier: Unsere liebe Frau vom Berg Karmel

Braunes Skapulier
Braunes Skapulier
Die meiste Verbreitung hat das braune Skapulier gefunden, welches eine Andeutung des braunen Schulterkleides der Karmeliten ist. Auf dem Skapulier ist zudem ein Bild der Muttergottes mit dem Jesuskind im Arm sowie einem Bild des gekreuzigten Jesus oder Heiligsten Herz Jesu angebracht. Die Muttergottes soll der Überlieferung nach dieses Skapulier am 16. Juli 1251 in Cambridge dem englischen Ordensoberen Simon Stock überreicht haben und verheißen haben, dass alle die es in der Sterbestunde tragen vom ewigen Feuer der Hölle bewahrt bleiben und auch einen besonderen Schutz in Gefahren genießen. Jeder Gläubige kann das Skapulier tragen. Die kirchliche Vorschrift besagt jedoch, dass das braune Skapulier einmalig von einem Priester aufgelegt werden muss. Das braune Skapulier hat eine große Verbreitung außerhalb des Karmelitenordens gefunden ( es entstand die Skapulierbruderschaft) und etliche Päpste haben das Tragen des Skapuliers mit Ablässen versehen.


Grünes Skapulier

Ebenfalls weit verbreitet ist das Grüne Skapulier, dass die Ordensschwester Iustine Bisqueyburu (1817-1903) aus der Kongregation der „Töchter der barmherzigen Liebe“ vom heiligen Vinzenz von Paul in Paris in einer Erscheinung der Muttergottes am 27. Januar 1840 zur Verbreitung aufgetragen bekam. Das Tragen des Skapuliers in Verbindung mit dem täglichen Gebet „Unbeflecktes Herz Maria, bitte, für uns, jetzt und in der Stunde, unseres Todes“ soll sowohl für eine gute Sterbestunde sorgen als auch die Bekehrung von Ungläubigen und Sündern. Unter Papst Pius IX. (1792-1878) wurde die Erscheinung kirchlich anerkannt und Skapulier offiziell approbiert.


Sonstige Skapuliere

Neben dem braunen und grünen Skapulier gibt es eine Vielzahl weiterer approbierter Skapuliere wie u.a. das weiße Skapulier der Trinitarier, das rote Passionsskapulier des Lazaristen-Ordens, das schwarze Skapulier von den Sieben Schmerzen Mariens des Serviten-Ordens sowie das blaue Skapulier der Unbefleckten Empfängnis des Theatiner-Ordens. Darüber hinaus gibt es da fünffache Skapulier (in diesem sind das braune, weiße, rote, schwarze und das blaue Skapulier zusammengenäht), welches neben dem braunen Skapulier vom Berge Karmel auch die soeben aufgezählten Skapuliere in einem beinhaltet. Der Empfänger bzw. Träger eines Skapuliers gliedert sich spirituell der entsprechende Ordensfamilie an und ist aufgefordert sich mit der Spiritualität des jeweiligen Ordens zu beschäftigen und diese zu leben.


Skapuliermedaille

Die Skapuliere können, nachdem sie vom Priester aufgelegt wurden, auch ersatzweise aus unterschiedlichen Gründen (z.B. Allergien etc.) in Form einer Skapuliermedaille getragen werden. Offiziell wurde die Skapuliermedaille durch Papst Pius X. (1835-1914) approbiert. Die Medaille zeigt auf der Vorderseite das Herz Jesu und auf der Rückseite eine Darstellung der Muttergottes. Eine solche Medaille ersetzt so viele Skapuliere, wie ein Priester während der Segnung Kreuze darüber gemacht hat. Zudem soll die Skapuliermedaille Tag und Nacht getragen werden.


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